Wie werden chronische
Wunden während der COVID-19 Pandemie behandelt?

Seit der Corona-Pandemie stehen Arztpraxen, ambulante Pflegedienste und Patienten vor einer großen Herausforderung. Persönliche Arztbesuche werden reduziert und finden nur unter strenger Einhaltung des Mindestabstandes statt. Besonders kompliziert ist die Behandlung von Menschen mit chronischen Wunden, da sie bereits zu einer problematischen Patientengruppe gehören – noch schwieriger ist es seit COVID-19, da viele der Patienten zu den Risikogruppen zählen. Das erschwert die Wundbehandlung zusätzlich.
Chronische Wunde
Seit der Corona-Pandemie wird die Zahl der Patienten in Arztpraxen so minimal wie möglich gehalten. Zum Schutz aller Anwesenden ist für Patienten, Ärzte und das Praxispersonal das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht und Patienten sind angehalten, sich die Hände beim Betreten der Praxis zu desinfizieren. In Anbetracht der Hygienestandards stehen aktuell vor allem ambulante Pflegedienste vor einem Hindernis. Bei einem Pflegedienst in Köln wurde die persönliche Betreuung daheim auf das Nötigste reduziert.* Patienten und Angehörige führen die Wundversorgung, Behandlungspflege und fachgerechte Hygiene unter intensiver Anleitung des ambulanten Pflegedienstes selbst durch. Alle dafür notwendigen Materialien werden ihnen nach Hause geschickt. Um die Wunden trotz der neuen Umstände kontrollieren zu können, wird das per Handykamera gemacht. Natürlich funktioniert die eigenständige Behandlung nur bei Patienten, die Symptome und Veränderungen der Wunden gewissenhaft dem behandelnden Arzt melden.
Mund-Nasen-Maske Anwendung
Bei Veränderungen der Wunden ist ein Arztbesuch unumgänglich.
Mitarbeiter der Arztpraxen sind dazu angehalten, alle Hygienemaßnahmen nach Vorschrift zu befolgen. Nicht nur, um die Patienten zu schützen, sondern auch sich selbst. Als ständiger Begleiter ist der Mund-Nasen-Schutz nicht mehr aus dem Praxisalltag wegzudenken. Er bietet Schutz vor versehentlichem Tröpfchenausstoß beim Sprechen. Außerdem vermitteln die Masken den Patienten Sicherheit und ein besseres Gefühl in diesen Zeiten.

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FAQ Fragen und Antworten
* https://www.hartmann.info/de-de/wissen-und-news/6/1/wundversorgung-corona