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Eilverordnung des BMG:
Welche Regelungen gelten
für Hersteller und Vertreiber?

Auf der Grundlage der Sonderrechte für die Zeit einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung auf den Weg gebracht, die am 21.04.2020 in Kraft getreten ist. U. a. ermöglicht diese Verordnung dem BMG eine vorübergehende
Überwachung
des Marktes für medizinische Produkte. Das betrifft konkret Arzneimittel, Medizinprodukte, Labordiagnostika, Hilfsmittel, Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung und Produkte zur Desinfektion. Hersteller und Vertreiber entsprechender Produkte sind danach verpflichtet, dem Ministerium oder einer benannten Stelle jederzeit Auskünfte über Bestände, Produktion, Vertrieb und Preise zu erteilen. Zudem enthält die Verordnung einige wichtige Vorgaben für Hersteller und Vertreiber in Bezug auf den Vertrieb, die Abgabe und die Preisfestsetzung für die o. g. Produkte.

Information:

HARTMANN begrüßt die jetzigen Regelungen ausdrücklich. Insbesondere da diese genau die HARTMANN-Vertriebs-, Abgabe und Preisstrategie im Umgang mit der Corona-Pandemie widerspiegeln. HARTMANN fühlt sich daher in seinem Handeln mit dieser Krise bestärkt. Dies ist eine gute Chance, auch unsere Kunden und die Öffentlichkeit auf diese positive Bestätigung aufmerksam zu machen. Auch bewertet HARTMANN die weiteren Regelungen für unsere Kunden, z. B. die Bezahlung der Botengänge für Apotheken, positiv.

Konkret sieht die Eilverordnung die nachfolgenden Rege-lungen für Hersteller und Vertreiber der o. g. Produkte vor:

FAQ Piktogramm Liste
  • Auskunftspflicht der Hersteller und Vertreiber über Bestände, Lagerort, Produktion, Vertrieb und Preise gegenüber dem BMG oder einer benannten Stelle
  • Hersteller/Vertreiber sorgen im Rahmen ihrer Verantwortlichkeit und des ihnen Zumutbaren für eine angemessene und kontinuierliche Sicherstellung des medizinischen Bedarfs an den o. g. Produkten
  • Preisgestaltung soll sich an den Kosten der Bereitstellung orientieren
  • Aufschläge aufgrund der Pandemie sind unzulässig
  • Vertrieb und Abgabe müssen so gestaltet sein, dass Hortungen und Verknappungen der o. g. Produkte entgegengewirkt wird

Die Eilverordnung enthält folgende weitere Regelungen für unsere Zielkunden:

FAQ Apothekerin
Apotheken
Die Verordnung sieht zudem vor, dass Apotheken für das Ausliefern von Medikamenten an Patienten befristet fünf Euro je Lieferort und Tag erhalten. Die Apotheken sollen zudem einen einmaligen Zuschlag
von 250 Euro für ihre Maßnahmen zur Einschränkung von Kundenkontakten erhalten.
FAQ Intensivpflege
Krankenhäuser
Krankenhäuser dürfen Patienten bei deren Entlassung Medikamente in der größten Packung und für bis zu 14 Tage verordnen und mitgeben, um anschließende Arzt- und Apothekenkontakte zu vermeiden.
FAQ Ärztin
Ärzte
Durch Abweichungen vom Betäubungsmittelrecht soll niedergelassenen Ärzten die Behandlung mit entsprechenden Arzneimitteln erleichtert und die Versorgung mit den notwendigen Betäubungsmitteln
sichergestellt werden.

Download SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung hier.

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