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In welchen Fällen ist der Online-handel bzw. eine Hilfsmittel-versorgung ohne Kontakt zum Versicherten möglich?

Seniorin empfängt Paket
Die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes sehen in Übereinstimmung mit den Bund-Länder-Richtlinien vor, dass angesichts der erforderlichen Kontaktreduzierung die persönliche Nähe zwischen Versicherten und Leistungserbringern vermieden werden soll. Daher können z. B. bestimmte Hilfsmittel vorrangig per Versand an die Versicherten abgegeben werden oder Beratungen unter bestimmten Voraussetzungen telefonisch erfolgen. Eine Hilfsmittelversorgung im Onlinehandel bzw. ganz ohne persönlichen Kontakt zum Versicherten kann allerdings nur erfolgen, wenn die Versorgungsqualität dadurch nicht beeinträchtigt wird.
Maßband
Daher eignen sich zum Beispiel solche Hilfsmittel nicht für den Onlinehandel, bei denen die Passgenauigkeit für den Behandlungserfolg entscheidend ist, wie bei Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie oder bei Schuheinlagen. Hier sind die Körpermaße der Versicherten genau zu ermitteln und in der Regel Anpasskontrollen durchzuführen, so dass ein Zusammentreffen zwischen Leistungserbringer und Versicherten unumgänglich ist. Bei den beispielhaft genannten Hilfsmitteln handelt es sich grundsätzlich um aufschiebbare Leistungen, so dass die Versorgungen zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden sollten, an dem die erforderliche Qualität sichergestellt werden kann.

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