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Finanzbegriffe von A bis Z
| Begriff | Erklärung |
| Andere Gewinnrücklagen |
Gewinnrücklagen, die über die gesetzlichen und satzungsmäßigen Rücklagen hinausgehen und aus thesaurierten Gewinnen gebildet wurden |
| Assoziierte Unternehmen |
Unternehmen, auf die der Anteilseigner maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Anteilseigners darstellen |
| Beherrschung | Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeiten Nutzen zu ziehen |
| Bilanzsumme | Summe der Vermögenswerte bzw. Summe aus Eigen- und Fremdkapital |
| Cash-Flow | Zufluss bzw. Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit |
umfasst den Erwerb und die Veräußerung langfristiger Aktivposten und anderer Bestände, die nicht zu den Zahlungsmitteläquivalenten gehören |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit |
beinhaltet sämtliche Vorgänge, die sich auf den Umfang und die Zusammensetzung der Eigen- und Fremdkapitalposten beziehen |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit |
beinhaltet vornehmlich die umsatzorientierten Tätigkeiten einschließlich aller Tätigkeiten, die nicht den Investitions- und Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind |
| DAX 30 |
misst die Performance der 30 hinsichtlich Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen des Prime Standard |
| Derivative Finanzinstrumente |
Finanzinstrumente, wie Optionen, Futures, Zinsswaps und Währungsswaps, die Rechte und Verpflichtungen erzeugen, sodass Finanzrisiken, die in den zugrunde liegenden originären Finanzinstrumenten enthalten sind, als separate Rechte und Verpflichtungen zwischen den Vertragsparteien übertragen werden können |
| EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) | Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
| EBIT DA (Earnings Before Interest and Taxes, Depreciation and Amortisation) | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen |
| EBIT DA Multiple |
Verhältnis von EBIT DA zum Marktwert des Eigenkapitals zuzüglich der Verschuldung. Der Marktwert ergibt sich aus der Anzahl der emittierten Aktienstücke multipliziert mit dem Jahresendkurs |
| EVA (Economic Value Added) |
Steuerungs- und Managementsystem, bei dem alle strategischen und operativen Aktivitäten an ihrem Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts gemessen werden. EVA misst die Wertsteigerung unter Berücksichtigung der Kosten für das eingesetzte Kapital |
| Eigenkapitalquote | Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme |
| Eigenkapitalrendite | Verhältnis von Periodenergebnis zu Eigenkapital |
| Equity konsolidierte Unternehmen | Assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden |
| Equity-Methode |
Methode zur Bewertung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen mit deren anteiligem Eigenkapital und anteiligem Jahresüberschuss |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | Ergebnis vor außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen sowie Steuern |
| Fair Value |
Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen sachverständigen und vertragswilligen Vertragspartnern unter Marktbedingungen erzielbar ist. Im so definierten Sinn ist der Fair Value als Marktwert oder als Verkehrswert zu begreifen |
| Gesamtkostenverfahren | Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach Aufwands- und Ertragsarten |
| Goodwill |
Betrag, den ein Käufer bei Übernahme einer Unternehmung als Ganzes unter Berücksichtigung künftiger Ertragserwartungen über den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden hinaus zu zahlen bereit ist |
| Hedging | Absicherung von Grundgeschäften gegen nachteilige Entwicklungen, z.B. bei Warenpreisen, Währungskursen oder Zinssätzen |
| IFRS (International Financial Reporting Standards) |
Die IFRS werden von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB), die von mit Rechnungslegungsfragen befassten Berufsverbänden getragen wird, mit dem Ziel herausgegeben, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen weltweit angewandt werden kann |
| Indirekte Erlösschmälerungen | Alle Erlösschmälerungen, die sich nicht direkt auf die Positionen einer Kundenfaktura beziehen, z.B. Boni und Skonti |
| IAS (International Accounting Standard) |
Rechnungslegungsgrundsätze des International Accounting Standards Comittee, die sich an den angelsächsischen Bilanzierungsgrundsätzen orientieren |
| Konsolidierungskreis | Kreis der in einen Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen |
| Konzernergebnis | Periodenergebnis abzüglich der Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter |
| Kundengeschäft | Umsätze mit Kunden außerhalb des Konzerns, im Gegensatz zum Intercompany-Geschäft |
| Latente Steuern | Zeitliche Unterschiede beim Steueraufwand in Einzel- und Konzernabschlüssen nach IAS gegenüber den Steuerbilanzen |
| Liquide Mittel |
Diese Zahl gibt den Wert der Zahlungsmittel an, die dem Unternehmen unmittelbar zur Verfügung stehen, d.h. flüssige Mittel und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Werte |
| Maßgeblicher Einfluss |
Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne diese Entscheidungsprozesse beherrschen zu können (Beteiligungshöhe zwischen 20 und 50 %) |
| MDAX |
enthält die Werte der 50 Unternehmen des Prime Standard aus klassischen Sektoren, die den im Aktienindex DAX notierten Unternehmen hinsichtlich Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung folgen |
| Nettoumsatzrendite | Verhältnis von Periodenergebnis zu Umsatzerlösen |
| Periodenergebnis | Ergebnis nach Steuern |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
Zahlungen, die schon in der Berichtsperiode im Voraus geleistet bzw. erhalten wurden, aber einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen |
| Segmentberichterstattung |
Veröffentlichung von Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzelner Segmente. Sie ermöglichen Rückschlüsse auf die Entwicklung in den einzelnen Segmenten und deren Beitrag zum Konzernergebnis |
| Segmentergebnis | Maßgröße für die Profitabilität eines Segments. Es ergibt sich aus den Segmenterlösen abzüglich der Segmentaufwendungen |
| Tochterunternehmen | Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen, Mutterunternehmen bezeichnet, beherrscht wird |
| Treasury Management | Steuerung der konzernweiten Geld- und Devisenströme sowie der finanziellen Risikopositionen |
| Umsatzerlöse | Bruttoumsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter Erlösschmälerungen |
| Voll konsolidierte Unternehmen |
Unternehmen, die mit allen Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträgen in den Konzernabschluss eingehen. Fremdanteile am Jahresüberschuss werden bei der Ermittlung des Konzernjahresüberschusses abgesetzt |
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