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Bühne frei für HARTMANN-Azubis

29.06.2012 Sozialpraktikum für Auszubildende und DH-Studenten: Bereits seit mehreren Jahren hat die PAUL HARTMANN AG die Teilnahme an einem einwöchigen Sozialpraktikum in Einrichtungen für Behinderte und Kinder als festen Bestandteil der betrieblichen Ausbildung von Auszubildenden und Studenten der Dualen Hochschule verankert. Ihre Erfahrungen während des diesjährigen Sozialpraktikums präsentierten HARTMANN-Auszubildende und DH-Studenten bei der Abschlussveranstaltung am 26. Juni im HARTMANN-Kommunikationszentrum in Heidenheim erstmals in Form eines Theaterstücks.

Die Hände sehen aus wie bei Außerirdischen – fanden die Kinder des Humboldt-Kindergartens, als sie ihre nach der Behandlung mit einem Desinfektionsmittel im Schwarzlichtgerät fluoreszierenden Hände sahen. Die Azubis stellten dies theatralisch dar.

Der theaterpädagogische Ansatz soll die kreativen Fähigkeiten jedes Einzelnen hervorheben und soziale Kompetenzen wie zum Beispiel die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit stärken. Auch die Teamarbeit wird dadurch verbessert. „In der Berufsausbildung legen wir neben einer hervorragenden fachlichen Ausbildung sehr viel Wert auf die Entwicklung der Persönlichkeit, die Vermittlung von Werten und die Stärkung der sozialen Kompetenzen. Das Sozialpraktikum ist daher ein sehr wertvolles Element unserer Ausbildung, in dem Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule sich beispielsweise aktiv in die Welt behinderter Menschen einbringen und diese erleben. Dieser Perspektivenwechsel führt dazu, dass die jungen Leute ihre Wertvorstellungen hinterfragen und weiterentwickeln“, so Stephan Schulz, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der PAUL HARTMANN AG in seiner Ansprache während der Abschlussveranstaltung. Und Ausbildungsleiterin Ute Wiedemann ergänzt: „Die Leidenschaft, mit der unsere Auszubildenden und Studenten diesen Perspektivenwechsel vollzogen und in dem Theaterstück gezeigt haben, war höchst beeindruckend und an vielen Stellen sehr berührend. Die gemeinsame Arbeit an dem Theaterstück hat sich zudem enorm positiv auf das Selbstbewusstsein einzelner Personen ausgewirkt. Vor allem für spätere Präsentationen werden die jungen Leute davon profitieren.“

Als ersten Schritt zum eigenen Theaterstück schrieben die Teilnehmer des Sozialprojekts auf, welche Gefühle die Arbeit mit den Kindern und Behinderten in ihnen ausgelöst hat und welche Erfahrungen ihnen besonders deutlich in Erinnerung geblieben sind. Daraus entwickelte Projektleiterin Nicole-Giselle Huiskamp theatralische Szenen, die von den Auszubildenden und DH-Studenten zum Gesamtstück zusammengefügt wurden.

Jennifer Grimm, Auszubildende zur Industriekauffrau, war anfangs skeptisch, ob das Projekt gelingen würde: „Das Theaterstück wurde in einem völlig offenen Prozess gemeinsam erarbeitet und wir hatten nur drei Tage Zeit, die Szenen zu lernen. Dazu waren wir unsicher, weil wir das Ganze vor den HARTMANN-Kolleginnen und -Kollegen ‚live‘ vorführen sollten.“

Doch letztlich gelang die Aufführung und hinterließ beim anwesenden Publikum einen bleibenden Eindruck.